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Biolandbau

 

 

Bio = Artenvielfalt

Biolandbau fördert die Artenvielfalt. Untersuchungen zeigen, dass Biobetriebe je nach Höhenlage zwischen 46 und 72 Prozent mehr naturnahe Flächen haben, ein Drittel mehr Pflanzenarten und um die Hälfte mehr Individuen beherbergen. Die geringere Anbauintensität führt dazu, dass es in Biobetrieben noch Pflanzen gibt, die von Natur aus vorkommen. Vor allem Vögel, räuberische Insekten, Spinnen, Bodenorganismen und die Ackerflora profitieren überdurchschnittlich vom Biolandbau. Der Biolandbau bringt im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft viele Leistungen für die Artenvielfalt. Es sind insbesondere die folgenden Maßnahmen des Biolandbaus, die Biodiversität fördern:

  • Verzicht auf chemische Unkrautbekämpfung
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide
  • Geringere und rein organische Düngung
  • Geringere Anzahl an Nutztieren pro Fläche
  • Vielfältige Fruchtfolgen mit hohem Anteil an Klee
  • Schonende Bodenbewirtschaftung (Humuswirtschaft)
  • Höherer Anteil an naturnahen Flächen

Bio = Kreislaufwirtschaft

Im Biolandbau wird darauf Wert gelegt, dass Futtermittel und Düngemittel aus dem eigenen Betrieb stammen und nicht zugekauft werden. Dadurch entsteht ein System, in dem natürliche Kreisläufe geschlossen bleiben. Außerdem verbleibt auch ein Großteil der Wertschöpfung in der Region.

 

Bio = Bodenfruchtbarkeit

Die intensive Verwendung leicht löslicher mineralischer Dünger, unsachgemäße Bodenbearbeitung und das Fehlen von Bodenbegrünung haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einem signifikanten Abbau des Bodenhumus' geführt - weltwewit. Die Folgen sind dramatisch:

  • Ackerland geht durch Erosion (Wind) verloren
  • Die Fähigkeit der Böden nimmt ab, Wasser zu speichern
  • Durch den Abbau von Biomasse gelangt CO2 aus den Böden in die Atmosphäre

Im Biolandbau sind gesunde Humusböden die Grundlage des Wirtschaftens. Durch die ständige Begrünung (Gründüngung) sind die Böden vor Erosion geschützt. Stallmist und Kompost verbessern die physikalischen Eigenschaften des Erdreiches, sodass die Humusbildung gefördert wird. Bestehende Bio-Böden speichern 60.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Würden die heimische Ackerböden nach biologischen Prinzipien bewirtschaftet, dann könnten jährlich rund 500.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden. (Quelle: BIO AUSTRIA)

 

Bio = Verzicht auf Chemie

Die Biobauern in Österreich verwenden keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keine Mineraldünger. Sie setzen auf Gründüngung im Rahmen von Fruchtfolge. Das heißt, es werden auf einem Feld hin und wieder stickstoffbindende Pflanzen, wie Klee oder Luzerne, angebaut. Diese Pflanzen können Stickstoff aus der Luft binden und düngen somit den Boden auf natürliche Weise. Gegen Schädlinge werden statt Gifte die natürlichen Feinde eingesetzt. Durch Verzicht auf energieintensive Chemikalien (Dünger und Pestizide) leisten Österreichs Biobauern einen großen Beitrag zum Natur-, Wasser- und Klimaschutz und sparen 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Biolandbau ist insgesamt die schonendste Bewirtschaftungsform, da sie nicht auf Ausbeutung, sondern auf Nachhaltigkeit abzielt und auf den Erhalt und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit ausgerichtet ist. Gentechnik ist im Biolandbau in Österreich streng verboten.

 

Bio = Tiergerecht

In der biologischen Landwirtschaft werden die Tiere artgerecht und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten. Ernährt werden sie mit Biofutter, das nach Möglichkeit vom eigenen Hof kommt.Und: Ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit wird sehr große Beachtung geschenkt.

 

(Quelle: Bioforschung Austria)




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